Reiseführer: Lesen, sehen, hören

Reiselektüre

Stapelweise Reiseführer

Unter Reisenden findet man zwei Gruppen: die Vorab-Informationsverweigerer, die völlig unvoreingenommen ihre Reise antreten und möglichst wenig über ihr Ziel lesen, hören oder sehen möchten – was in der heutigen Zeit des Informationsüberflusses nicht ganz einfach sein dürfte. Die anderen dagegen inhalieren quasi jeden noch so kleinen Hinweis über Land & Leute, sodass einen das Gefühl beschleicht, die Personen treten die Reise nur noch an, um sich zu vergewissern, dass auch tatsächlich alles so ist, wie sie zu Hause recherchiert haben.

Mit unserer Reisevorbereitung befinden wir uns wohl irgendwo zwischen beiden Extremen. Gerade für kalte Winterabende sind die Dokumentationen der BCC zu empfehlen. Wunderschöne und zum Teil wirklich beeindruckende Aufnahmen schüren definitiv das Fernweh. Wer sich den Weg zur Arbeit oder das Training im Fitness-Sudio etwas verschönern möchte, hört einfach bei den Reise-Podcasts von GEOaudio rein. Um sich einen ersten Überblick zu verschaffen tut es auch ein Reiseführer von Marco Polo, Merian oder DuMont. Für Nicht-Pauschalurlauber reichen diese Überblicksreiseführer jedoch meist nicht aus. Vor allem Lonely Planet gibt hilfreiche Tipps wie man auf eigene Faust von A nach B kommt und wo man günstig Essen und Schlafen kann, zum Teil auch für die entlegensten Regionen dieser Welt. Allerdings kann man getrost davon ausgehen, dass jegliche ‚Geheimtipps‘ innerhalb kürzester Zeit völlig überlaufen sind, sofern sie auch nur einmal lobend im Lonely Planet erwähnt wurden. Alternativ lohnt auch ein Blick in die Reiseführer von Stefan Loose oder die Rough Guides.

Geben der gute alte Leuchtglobus oder Diercke Weltatlas nicht genug her, lohnt sich die Investition in ein paar Landkarten. Die helfen vor allem, sich einen besseren Überblick zu verschaffen, was Entfernungen betrifft und vermitteln ein realistischeres Gefühl für die tatsächliche Größe von Ländern wie Indien oder China. Sollen sie später mit ins Gepäck, schadet es nicht, wenn sie handlich sind sowie reiß- und wasserfest. Besonders praktisch sind Karten, auf denen die Ortsnamen sowohl in der Landessprache als auch in der englischen Schriftweise angegeben sind. Ansonsten könnte es unter Umständen etwas schwierig werden beispielweise 香格里拉 zu finden.

PS: Herzlichen Dank an alle, die uns mit Reiseführern & Tipps versorgen!

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