Wohin soll die Weltreise denn gehen?

Die Planung der Reiseroute dürfte im Vorfeld zu den zeitaufwändigsten Aufgaben zählen, zumindest in unserem Fall. Wir waren uns zwar sehr schnell einig, dass zwei Reiseziele auf jeden Fall dabei sein würden: Laos und Samoa. Die Wahl der übrigen Länder gestaltet sich aber deutlich schwieriger. Dazu später sicher mehr.

Bereits bei unserer ersten Reise im Winter 2010 hatte uns Laos in mehrerer Hinsicht irgendwie gepackt. Insbesondere der Norden des Landes, der noch weitgehend unerschlossen ist, hat es uns angetan. Unerschlossen nicht nur was den Tourismus betrifft, sondern auch wenn es um die grundlegende Versorgung mit Wasser, Strom, Krankenhäusern, Schulen oder den Ausbau von Straßen geht. Verlässt man die größeren Städte (davon gibt es nur sehr wenige), merkt man ganz schnell, dass Laos das ärmste Land Südostasiens ist: 44 Prozent der Bevölkerung leben von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag. Jeder Dritte kann nicht lesen und schreiben und nur jeder Zweite hat Zugang zu sauberem Wasser. Ähnliche Zustände findet man in afrikanischen Entwicklungsländern. Einige Einheimische und ausländische Unterstützer versuchen dies zu ändern und bemühen sich einen nachhaltigen Tourismus aufzubauen. Eine Idee, die wir gerne vor Ort durch die Unterstützung eines derartigen Projekts mit vorantreiben würden. Idealerweise in einer der bergigen nördlichen Regionen, die wir gerne noch entdecken würden.

Zwar hat man in letzter Zeit einiges über Samoa gelesen oder gehört, nachdem der Südseeinselstaat beschlossen hat, einen Tag quasi im Meer zu versenken und auf die andere Seite der Datumsgrenze zu wechseln. Wir hatten Samoa allerdings schon als Reiseziel auf dem Zettel, seitdem wir vor ein paar Monaten eine Reportage im TV darüber gesehen hatten. Im Vergleich zu Deutschland erscheinen zwar alle Südseeinseln irgendwie exotisch, Samoa ist allerdings noch etwas exotischer, da es mitunter etwas deutsch sein kann. Samoa war Ende des 19. Jahrhunderts eine deutsche Kolonie und manche Dinge erinnern wohl noch immer an diese Zeit. So heißt der derzeitige Vize-Premierminister Misa Telefoni Retzlaff. Der Großvater von Herrn Telefoni kam nämlich aus Deutschland mit dem Auftrag das Telefonnetz auf der Insel aufzubauen. Seitdem werden die Retzlaffs der samoanischen Tradition folgend als Telefoni-Familie bezeichnet. Schon allein wegen dieser Geschichte möchten wir nach Samoa um ein Familienmitglied der Telefonis zu treffen. Oder zumindest anzurufen.

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