Laos: Grüne Berge, abgelegene Dörfer und noch viel zu tun

Ehrlich gesagt waren wir schon etwas erleichtert, als wir die chinesische Grenze problemlos hinter uns lassen und laotischen Boden betreten konnten. Wir hatten unser chinesisches Visum bis auf den letzten Tag ausgereizt und die verbleibenden Tage in Jinhong, etwa 190 km Luftlinie von der nordlaotischen Grenze entfernt, verbracht. In Laos angekommen hieß es erst mal durchatmen: Viele Leute sprechen zumindest ein wenig Englisch, das ganze Lebenstempo ist etwas langsamer und man fühlt sich insgesamt irgendwie freier und weniger kontrolliert als noch in China. Auch unser Appetit war plötzlich wieder da, unerschrocken probieren wir uns durch die Töpfe auch der dunkelsten Küchen, von denen wir in China sicher die Finger gelassen hätten. Etwas weniger positiv fallen uns im gleichen Atemzug allerdings auch die Massen westlicher Touristen auf, an die wir uns erst einmal wieder gewöhnen müssen. Unser erstes Ziel, Luang Namtha, ist wirklich keine große Stadt, trotzdem sehen wir bereits am ersten Abend mehr westliche Touris als während der ganzen letzten viereinhalb Wochen in China.

Silvester mal ganz entspannt

Wie bereits Weihnachten verbringen wir Silvester in einem eher ruhigeren Rahmen, was unter anderem dadurch begünstigt wird, dass in Luang Namtha ab 23 h offiziell Sperrstunde gilt (laut Hausordnung unseres Guesthouses müssen sich Gäste spätestens um 22 h auf ihren Zimmern befinden) und sogar am Silvesterabend nur eine einzige Bar geöffnet hat. Die Hauptstraße ist praktisch menschenleer als gegen Mitternacht ein paar Lampions in den schwarzen Himmel steigen, nur einige Ausländer und eine Handvoll Laoten stoßen mit uns zusammen auf das neue Jahr im Forest Retreat an. Die Polizei dreht bereits ihre Runde und schießt vom Wagen aus ein paar Beweisbilder von den Sperrstunden-Rowdys. Da wir am nächsten Tag relativ früh rausmüssen, sind wir bereits gegen ein Uhr im Bett und wenig später gibt auch die Musikanlage des Retreats auf, wie wir am nächsten Tag erfahren.

Die Nähe zu einem Naturreservat und zahlreichen Dörfern, in denen unterschiedliche ethnische Gruppen leben, haben dazu geführt, dass sich Luang Namtha zu einem beliebten Ausgangspunkt für Trekking-, Kayaking- und Mountainbike-Touren etabliert hat, deren Anbieter sich fast alle mit wohlklingenden Schlagwörtern wie „Eco“ oder „Green“ schmücken. Wir haben uns für ein Paket von Jungle Eco-Guide Service entschieden, das jeweils einen Tag Trekking, einen Tag Kayaking sowie einen Homestay – eine Übernachtung in einem Dorf bei einer Familie – beinhaltet. Der erste Tag Trekking am Morgen des neuen Jahres beginnt vielversprechend, außer uns beiden taucht nur Hannah, eine junge Österreicherin auf. Als wir uns schon über die kleine Gruppe freuen, stößt eine ganz in pink und weiß gekleidete Chinesin dazu, die sich mit einem rosa Sitzkissen in der Hand bewaffnet vorstellt: „Hi, I’m Phoebe and I’m a bit scared.“ Ein wenig ängstlich zu sein, ist sicher nicht verkehrt, allerdings hat Phoebe wohl noch nie zuvor in ihrem Leben einen Wald betreten: Sie erschrickt vor jedem Zweig, traut sich über leicht rutschige Stellen kaum hinüber und jedesmal, wenn der Guide um die Ecke biegt, ruft sie panisch „Wait, wait!“.

Picknick und Meinungsverschiedenheiten im Dschungel

Mit etwa einer Stunde Verspätung, während der wir auf dem lokalen Markt unsere Verpflegung für die beiden Tage eingekauft haben, tauchen noch zwei Japaner auf, die sich bislang wohl auch eher selten aus Tokyo herausgewagt haben. Zumindest ihr Schuhwerk, bestehend aus Crocs-Schlappen, lässt auf wenig Outdoor-Erfahrung schließen. Dieser Eindruck verstärkt sich, als sich die beiden keuchend die ersten paar Höhenmeter durch den Urwald der „Nam Ha Protected Area“ schleppen.

Wenig später folgen die ersten Atemübungen, sodass sich die beiden zusammen mit Phoebe sicher am meisten freuen, als wir mitten im Wald Mittagspause machen. Ganz rustikal wird das Essen häufchenweise auf ein paar Bananenblättern verteilt, dazu gibt es klebrigen Sticky Rice und schon kann es losgehen: Gegessen wird mit der bloßen rechten Hand, einfach ein bisschen Sticky Rice zusammendrücken und in die graugrüne Fleisch-Gemüse-Mantsche eintunken, die unser Guide auf dem Markt erstanden hat. Es schmeckt erwartungsgemäß scharf, aber weitaus besser als vermutet. Wasser gibt es aus Plastikflaschen, die man nach Gebrauch einfach in den Wald wirft, ist zumindest Phoebe der Meinung. Als Hannah sie bittet, die Flasche wieder einzupacken, meint diese doch glatt, sie hätte sie gerade eben Hannah geben wollen. Phoebe hat zwei Jahre in der Schweiz gelebt und hat zumindest schon mal gehört, dass die Europäer die seltsame Angewohnheit haben, Müll zu sammeln. Und genau das machen wir dann auch: Da uns die Trekking-Tour nicht besonders fordert, vor allem nicht mehr, nachdem sich die Crocs des einen Japaners in ihre Bestandteile aufgelöst haben, sammeln wir den Müll links und rechts des Weges ein, was uns verständnislose Blicke unserer asiatischen Begleiter inklusive Eco-Guide einbringt.

Nachdem wir etwa vier Stunden mit längeren Pausen im Wald unterwegs waren, sind wir gegen 15h auch schon wieder auf der Hauptstraße zurück. „Today finish“ erklärt uns der Guide erleicht und gibt uns zu verstehen, dass hier in dem Dorf an der Hauptstraße etwa 20 Minuten von Luang Namtha entfernt, unser Homestay stattfinden soll. Nicht nur, dass wir uns unter einem Homestay eine etwas abgelegenere Bleibe vorgestellt haben, darüber hinaus sind die Dorfbewohner leider bereits ziemlich betrunken, die Karaoke-Maschine dröhnt in voller Lautstärke und eine Unterkunft, tja die wird sich schon irgendwo finden. Als Entschuldigung für das nachmittägliche Besäufnis meint unser Guide – mittlerweile ebenfalls mit einer Flasche Bier in der Hand, dass die Bewohner eben ausgiebig Neujahr feiern und wir gerne mitmachen können. Während wir unserem Guide erklären, dass wir hier auf keinen Fall über Nacht bleiben, schleppt sich unser japanischer Begleiter Nr. 1 mit einem Glas Bier in der Hand in den Minivan, Phoebe hat all ihre Ängste abgelegt und prostet den Einheimischen fleißig zu, während Japaner Nr. 2 stolpernd versucht, ein freilaufendes Schwein einzufangen, was ihm zur allgemeinen Belustigung der Dorfbewohner nicht gelingt.

Enttäuscht verbringen wir die Nacht also wieder in Luang Namtha und brechen am nächsten Morgen zum Kayaking auf dem Nam-Ou-Fluß auf. Dieser Tag macht einiges wieder wett, denn diesmal sind wir tatsächlich nur mit Hannah und einem neuen Guide unterwegs. Bei bestem Wetter paddeln wir entlang des Naturschutzgebietes vorbei an Fischern in Unterhose und Taucherbrille, riesigen Mangrovenbäumen und verschlafenen Dörfern. In einer kleinen Siedlung machen wir Halt und unser Guide erklärt uns ein wenig über die Kultur und das Leben der „Lanten“, deren verheiratete Frauen man gut an den abrasierten Augenbrauen erkennen kann. Im Anschluss manövrieren wir uns mal mehr und mal weniger trockenen Fußes durch einige Stromschnellen, sodass wir uns mittags hungrig auf den frisch gegrillten Fisch aus dem Lagerfeuer freuen. Dass wir unter „Eco“ etwas anderes verstehen als einige Leute hierzulande, wird ein weiteres Mal deutlich, als unser Guide freudestrahlend darauf hinweist, wie einfach man ein Feuer mit ein paar Plastiktüten entzünden kann, die praktischer Weise mehr oder weniger überall verstreut herumliegen.

Der Müll ist in Laos fast überall ein Problem (zumindest in unseren Augen), jedes Dorf und jede Stadt ist umgeben von herum liegenden Abfällen, in unmittelbarer Nähe befindet sich immer eine offene Müllhalde und auch zwischen den Häusern findet sich so viel Unrat, dass wir uns des Öfteren fragen, wie man so nur leben kann. Natürlich ist es mit dem Aufsammeln allein nicht getan, verantwortungsvolle Müllentsorgung und Recycling stecken in Laos leider noch in den Kinderschuhen. Diese Tatsache wird uns jedes Mal besonders bewusst, wenn wir entweder mit dem Rad, dem Moped oder zu Fuß die umliegenden Dörfer erkunden. Gerade wenn man etwas abseits der Touristenpfade versucht, den Weg durchs Gebüsch, durch Bananen- oder Kautschuck-Plantagen zu einem Dorf zu finden, weist das Müllaufkommen einem dem Weg: Je mehr Müll sich anhäuft, desto näher kommt man einer Siedlung.

Ratte und Affe frisch auf den Tisch

Um noch etwas weiter ins Hinterland von Nordlaos zu gelangen, fahren wir einige Tage später mit dem Minivan nach Nong Khiaw, einem kleinen Städtchen am Fluss Nam Ou. Unterwegs halten wir in einem kleinen Dorf, wo die Frauen ihre Waren feilbieten. Neben dem üblichen Fleisch- und Gemüsesortiment gibt es in den entlegeneren Regionen auch etwas exotischere Leckerbissen wie Ratte und Hörnchen zu erstehen. Auch eine lebende, an einem Bambusrohr angebundene Bisamratte mit riesigen gelben Zähnen wartet auf einen Käufer, ein paar Meter weiter schwenkt eine Bäuerin einen erlegten Affen am Schwanz dem unerschrockenen Feinschmecker entgegen.

Von Nong Khiaw geht es mit dem Boot eine Stunde flussaufwärts nach Muang Ngoi, einem Dorf ohne geteerte Straßen, das praktisch nur mit dem Boot oder dem Moped über staubige Wege erreicht werden kann. Beim Anblick der Menge an Touris, die ebenfalls nach Muang Ngoi möchten, vergeht uns regelrecht die Lust auf das abgeschiedene Dorf, doch die beeindruckende Bootsfahrt und der ruhige Bungalow mit Flussblick, den wir im hinteren Teil des Dorfes beziehen, heitern unsere Laune deutlich auf. Abends hört man aus dem Wald sogar ein paar Gibbons rufen und man hat tatsächlich das Gefühl, weit ab vom Schuss zu sein. Strom und Licht gibt es im ganzen Städtchen nur zwischen 18 und 22 h, da dafür der Generator angeworfen werden muss. Als wir versuchen unserer Dusche warmes Wasser zu entlocken und gleichzeitig das Licht im Badezimmer angeschaltet zu lassen, sitzen wir innerhalb weniger Sekunden im Dunkeln und auf dem Trockenen – und nicht nur wir, sondern auch die benachbarten Gäste inklusive unserer Gastgeber. Mit „Hot Shower“ werben die Unterkünfte in Muang Ngoi fast alle, allerdings gibt es im ganzen Dorf wohl nur ein einziges Guesthouse, das mithilfe von Gas auch tatsächlich warmes Wasser erzeugen kann und dafür umgerechnet auch 33 € verlangt. Unser Bungalow kostet nicht einmal 7 € und dabei liegen wir schon im unteren Mittelfeld.

Entlang des Ho-Chi-Minh-Pfads

Unterkünfte für einen Euro gibt es ein Dorf weiter, das man nur zu Fuß erreichen kann, bei Mr. Khamphan, bei dem wir auf einer Erkundungstour der näheren Umgebung Rast machen. Nächstes Mal sollen wir unbedingt seine Gäste sein und zur Bekräftigung spendiert er uns gleich mal einen selbstgebrannten Laolao, ein sogenannter Reis-Whisky aus der Heimdistille, der von den Einheimischen in rauhen Mengen getrunken wird und ganz offiziell verboten ist. In den Tourismus-Prospekten werden die Laolao-Dörfer allerdings ganz bewusst beworben, immerhin mit dem Hinweis, dass das sehr starke Gebräu mit großer Vorsicht zu genießen sei.

Durch einen scharfen Papaya-Salat, ein Beerlao und ein paar Runden Laolao gestärkt machen wir uns anschließend auf die Suche nach dem Weg in das nächste Dorf, der uns auf einem kleinen Trampelpfad durch den Wald, über trockene Reisfelder und ein paar wacklige Bambusstangen über den ein oder anderen Bach führt. Das Unterfangen ist nicht ganz ungefährlich, da wir uns in der Umgebung des Ho-Chi-Minh-Pfads befinden, den die Amerikaner während der 60er und 70er Jahre verbittert bombardierten. Schlimm genug, dass die laotische Bevölkerung schon damals unter den Bombardierungen zu leiden hatte, noch schlimmer ist allerdings, dass bis heute täglich etwa ein Laote durch die rund 30 Prozent nicht ausgelöster Munition (UXO, unexploded ordnance), die nach wie vor im Boden versteckt liegt, getötet wird. Die Gefahr wird uns schlagartig wieder bewusst, als wir entlang eines Reisfeldes gehen und zwei Bauern entdecken, die mit Metalldetektoren das Gelände rund um ihre Hütten absuchen. Entsprechend erleichtert sind wir, als wir wenig später unbeschadet wieder den Hauptweg erreichen. (Für mehr Infos zu diesem Thema lohnt ein Besuch in den Centern der Organisation UXO Lao oder deren Webseite.)

Acht Stunden Wasser und Geknatter

Unsere letzte Station in Laos ist Luang Prabang, ein wunderschönes Städtchen mit viel französischem Kollonialflair, das wir bereits von unserer Reise im Dezember 2010 kennen. Um dorthin zu gelangen, entscheiden wir uns für den landschaftlich schöneren, aber unkomfortableren Flussweg auf dem Nam Ou. Konkret bedeutet das zunächst eine Stunde Bootsfahrt von Muang Ngoi nach Nong Khiaw, dort umsteigen und versuchen die nächsten sieben Stunden auf einem kleinen Holzbrett mit angezogenen Beinen sitzend bei lautem Motorengeknatter möglichst entspannt zu verbringen, doch die vorbeiziehende Landschaft mit kleinen Dörfern und blauen Bergen entschädigt für die Strapazen. Kurze Abwechslung bringt außerdem ein Zwischenstopp, bei dem wir alle aussteigen müssen, um die größte Stromschnelle trockenen Fußes an Land zu umgehen. Als wir abends endlich in Luang Prabang eintrudeln, sind wir trotzdem heilfroh und freuen uns um so mehr auf die Massage, die wir uns am nächsten Tag gönnen.

Nachdem wir uns die typischen Sehenswürdigkeiten Luang Prabangs bereits bei unserem ersten Besuch 2010 angesehen haben, lassen wir es diesmal etwas gemütlicher angehen. Nur die morgendliche Runde der Mönche, die Almosen sammeln, steht wieder auf dem Programm, wobei das eigentliche Spektakel die Touris bieten, die mit Tuch, Essen und Kameras bewaffnet, den Mönchen mehr oder weniger im Weg stehen. Von Andacht und Demut keine Spur, und wenn ein gut situierter Ausländer vor seinem Luxushotel von einem weißen Polstersessel aus ein wenig Reis an die Mönche verteilt, dann sieht das irgendwie unpassend aus. Das, was die Mönche nicht gebrauchen können, wie zum Beispiel Süßigkeiten, geben sie wenig später an die ärmeren wartenden Kinder weiter.

Schlemmerparadies für Pfennigfuchser

Auf Luang Prabang hatten wir uns die ganze Zeit über auch schon in kulinarischer Hinsicht gefreut. Wer viel und wirklich günstig essen möchte, der wird auf dem Night Market mit seinen All-you-can-eat-Buffets für weniger als einen Euro fündig. Das Buffet-Essen ist kalt und unserer Meinung nach auch nicht besonders gut, dennoch kann man sich an den Essensständen ein leckeres Menü für kleines Geld zusammenstellen. Ein paar frische Frühlingsrollen mit Erdnuss-Soße, warme Dumplings mit Gemüse oder Fleisch, eben geraspelter Grüner-Papaya-Salat, gegrillte Bananen sowie ein paar unverschämt leckere Bananan-Kokosnuss-Bällchen machen unser individuell zusammengestelltes Abendessen perfekt. Kostenpunkt: weniger als vier Euro insgesamt, die Aussicht dabei von einer Bank über den Nachtmarkt hinüber auf das wunderschöne Royal Palace Museum: unbezahlbar.

Die Stadt ist nicht gerade groß, sodass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir einer Kollegin Stefanies über den Weg laufen, die ebenfalls gerade Urlaub in Laos macht, als wir mit dem Rad unterwegs sind. Wir hatten uns zwei Räder geliehen, um das weitere Umland zu erkunden, bis Kais Gefährt plötzlich den Geist aufgibt. Auf gut Glück schieben wir die Räder auf den Hof einer Autowaschanlage, an der sich auch gleich drei Männer plus Kai ans Werk machen, um den Schaden zu beheben. Nachdem Kais Rad so gut wie wieder fahrbereit ist, schnappt sich einer der Männer gleich noch das zweite Rad, das bis dahin einwandfrei funktionierte, und beginnt zu schrauben. Alle Einwände sind zwecklos, auch dieses Hinterrad muss noch einer laotischen Inspektion unterzogen werden. Da die Waschanlage anscheinend einen guten Ruf zu verlieren hat, werden unsere Räder zum Abschluss noch gründlich mit dem Hochdruckreiniger gesäubert und langsam fragen wir uns, ob wir überhaupt genug Bargeld dabei haben, um die beachtliche Arbeitszeit von drei Männern bezahlen zu können. Am Ende geben wir den Männern gerne das Doppelte von dem, was der Chef verlangt: weniger als einen Euro – und dafür gibt es noch zwei Flaschen Wasser zur Stärkung gratis obendrauf.

Bücher für die entlegensten Ecken

Pannenfrei gestaltet sich zum Glück unser Ausflug mit dem Moped. Wie schon einmal 2010 verlassen wir die Hauptstraße und fahren über die Schotterpiste zu ein paar abgelegenen Dörfern, nur etwa 15 km von Luang Prabang entfernt. In den Dörfern selbst hat sich wenig verändert, dafür gibt es nun eine relativ gute Straße, die ein zügiges Vorankommen ermöglicht. Bei unserem letzten Besuch mussten wir leider umkehren, da der Schlagloch übersäte Weg eine Weiterfahrt unmöglich gemacht hätte. Die Anbindung ländlicher Regionen an die größeren Städte ist nach wie vor noch verbesserungsbedürftig, sodass die Organisation Big Brother Mouse (hat nichts mit unserem Big Brother zu tun) nach wie vor alle Hände voll zu tun hat, Bücher für Kinder und Erwachsene auch in die entlegensten Dörfer zu bringen, die sonst keine Möglichkeit haben, an Lesestoff zu kommen. Wir freuen uns sehr, als wir mit Mr. Gikong in Luang Prabang einen alten Bekannten wieder treffen. Bei unserem letzten Besuch hatte Gikong uns sein auch für Erwachsene unterhaltsames Bilderbuch What can you do with an extra dinosaur? ans Herz gelegt. Das neueste Buch, das er illustriert hat, beschäftigt sich mit den Kulturen und Traditionen einiger ethnischer Gruppen in Laos, ein wunderbares Mitbringsel für Zuhause. Außerdem sponsern wir ein kleines Buchpaket, das die Mitarbeiter von Big Brother Mouse bei ihren Besuchen an Kinder verteilen, die zuvor oftmals noch nie ein Buch in ihren Händen gehalten haben.

Ermutigt von so beeindruckendem sozialem Engagement fliegen wir Mitte Januar 2013 nach Siem Reap in Kambodscha, wo wir während der nächsten vier Wochen den deutschen Verein Hilfe für Kinder in Kambodscha als Freiwillige unterstützen werden. Wir sind schon sehr gespannt, was uns dort erwarten wird!

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