Als Volunteer in Kambodscha: Täglicher Wechsel zwischen zwei Welten

Unser knapp eineinhalbstündiger Arbeitsweg mit dem Moped vom Touristenzentrum Siem Reap in das etwa 30 km entfernte Dorf Peak Sneng versinnbildlicht die beiden völlig unterschiedlichen Welten, zwischen denen wir während unseres vierwöchigen Aufenthalts in Kambodscha als Freiwillige für den deutschen Verein Hilfe für Kinder in Kambodscha täglich wechseln.

Schönste Tempelansichten und das täglich

Der erste Teil unseres Arbeitsweges ist wohl einer der schönsten, den man sich überhaupt nur vorstellen kann: Wir fahren direkt an einigen der beeindruckendsten Tempel von Angkor Wat vorbei, inklusive des riesigen Wasserareals um Angkor Wat selbst. Mit unserem Moped ziehen wir an unzähligen Tuk Tuks, Bussen und Fahrrädern vorbei, die vor allem morgens in riesigen Schlangen vor der Ticketstation warten, und lassen uns den warmen Wind um die Nase wehen. Spätestens wenn wir durch das imposante Haupttor von Angkor Thom fahren, um wenig später direkt den wunderschönen Bayon zu passieren, wird uns jedesmal der pure Luxus dieser Fahrt bewusst.

Hinter den Tempeln beginnt das Entwicklungsland

Abseits der Touristenpfade, nur wenige Kilometer hinter den Haupttempeln, endet die asphaltierte Straße allerdings abrupt und uns erwartet ein völlig anderes Bild, das mit den Annehmlichkeiten, die Siem Reap zu bieten hat, rein gar nichts zu tun hat: Eine 16 km lange wirklich üble Schotterpiste mit Schlaglöchern größer als Badewannen führt durch Dörfer, in denen viele Menschen ihren Lebensunterhalt als Farmer bestreiten und nur knapp über die Runden kommen. Von Selbstverständlichkeiten für uns, wie fließend Wasser aus dem Hahn, Strom auf Knopfdruck oder eine weiterreichende medizinische Versorgung, können sie und ihre Familien meist nur träumen.

Vier Wochen Einsatz als Freiwillige

Am Ende unserer anstrengenden und staubigen Fahrt erreichen wir schließlich die Angkor Thom Junior Highschool, die der Verein Hilfe für Kinder in Kambodscha 2007 aufgebaut hat. Die Organisation rund um das unglaublich engagierte Ehepaar Siegfried und Gerlinde Zinkeisen kümmert sich seit der ersten Stunde nicht nur um die Finanzierung der Schule, sondern unternimmt alles Mögliche, um das Leben der Schüler und einiger weiterer Menschen kontinuierlich zu verbessern. Als so genannte Volunteers bzw. Volontäre wollen wir den Verein für vier Wochen bei ganz unterschiedlichen Aufgaben unterstützen. Da wir nicht auf dem Land in Peak Sneng wohnen dürfen (von offizieller kambodschanischer Seite aus Sicherheitsgründen), pendeln wir also täglich zwischen unserer Unterkunft in Siem Reap und der Schule in Peak Sneng. Ein Wechseln zwischen zwei Welten, der durchaus anstrengend, vor allem aber auch bereichernd ist – letzteres hoffentlich nicht nur für uns.

Mehr dazu gibt es hier:

Angkor Thom Junior Highschool

Es gibt noch mehr zu tun

Peak Sneng – Ein Dorf abseits des Tempeltourismus

Als Freiwillige an der Angkor Thom Junior Highschool

Siem Reap: Endlich mal wieder selber am Herd stehen beim Khmer-Kochkurs

Raus aufs Land zur Angkor Thom Junior Highschool

Siem Reap: Ein Spaziergang durch die alte Markthalle

Leben in Siem Reap – die zwei Gesichter eines Touristenmekkas

Kambodscha: Rund um Siem Reap

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