Auf nach Hongkong: Abrupter Abschied vom Inselleben

Unsere Abreise von den Fijis hätte nicht stressiger sein können: Nach einer unnötigen Diskussion mit unserem Taxifahrer über die Höhe des Fahrpreises, den er an seinem angeblich freien Tag veranschlagte (unser Hotel hatte uns bereits vorgewarnt, dass wir auf gar keinen Fall mehr als einen bestimmten Betrag bezahlen sollten), ging es erst so richtig ans Eingemachte. Bei der Gepäckaufgabe am Flughafen in Nadi teilt uns die Dame von Air Pacific mit, dass sie uns leider nicht mit nach Hongkong mitnehmen könnten, da wir kein Flugticket für die Weiterreise aus Hongkong heraus vorweisen könnten. Das können wir tatsächlich nicht, da wir zum einen weiter nach China über Land einreisen wollen, und wir zum anderen im Voraus nirgendwo einen Hinweis über diese angebliche Voraussetzung für eine Einreise weder nach Hongkong noch nach China gefunden hatten.

Unabhängig davon machen uns die Damen und Herren von Air Pacific klar, dass es zwei Möglichkeiten gibt: Wir legen bis zum Abflug, sprich in mittlerweile 45 Minuten, entweder ein Flugticket von Hongkong nach Deutschland innerhalb der nächsten vier Wochen vor, oder einen Flug nach Australien (unser bereits gebuchter Flug würde ebenfalls über Sydney gehen), wobei wir dazu noch ein Visum für Australien beantragen müssten.

Wir entscheiden uns für die erste Variante, da wir Ende März 2013 ohnehin einen Flug nach Deutschland benötigen – zwar nicht von Hongkong aus, aber in der Hoffnung, dass wir den Flug noch entsprechend umbuchen können. Die günstigste Verbindung, die wir auf die Schnelle an einem Internet-Kiosk in der Abflughalle finden können (vorher natürlich erst mal noch Guthaben zum Surfen kaufen), geht über Moskau nach Frankfurt mit Aeroflot. Das passt insofern, da wir unseren endgültigen Flug für März eventuell von Bangkok aus buchen würden und da die Strecke ebenfalls von Aeroflot bedient wird. Also nur noch kurz checken, ob das Ticket auch umgebucht werden kann, und dann kann es auch losgehen.

Letzter Aufruf und noch immer ohne Ticket

Die Zeit bis zum Abflug drängt immer mehr und so langsam wird auch die Dame von Air Pacific nervös, die sich unseres Falls angenommen hat. Wie immer in solchen Situationen, klappt die Online-Buchung genau so weit, bis es an die Bezahlung geht. Wir haben den zusätzlichen Sicherheits-PIN für die Kreditkarte nicht parat, also müssen wir erst noch einen neuen PIN kreieren, bis wir endlich den Flug buchen können. Leider gibt sich die Air Pacific mit der Reservierungsnummer als Nachweis nicht zufrieden und verlangt einen Ausdruck der Bestätigung, die wir ihnen per Mail schicken sollen. Mittlerweile hören wir den letzten Aufruf für unseren Flug und warten verzweifelt auf die Bestätigungsmail, die irgendwann auch endlich im Postfach auftaucht. Schnell an Air Pacific weiterleiten, Gepäck aufgeben, durch den Security Check und hoch zum Gate rennen, wo uns unsere Betreuerin ebenfalls erleichtert den Ausdruck für den Weiterflug in die Hand drückt und uns einen guten Flug wünscht.

Bei der Einreise in Hongkong interessiert sich natürlich niemand dafür, wie und wann wir planen, das Land wieder zu verlassen. Es interessiert auch niemand, als wir das Visum für China beantragen und selbst dann nicht, als wir ein paar Tage später in China einreisen. Ach ja, von unserem Gepäck hat es leider nur die Hälfte nach Hongkong geschafft. Kais Rucksack ging unterwegs verloren und trudelte immerhin einen Tag später ein.

Somit sitzen wir nun erstmal auf einem Ticket, das uns am 22. Dezember 2012 von Hongkong nach Frankfurt bringen würde. Ob das Umbuchen so klappt, wie wir uns das vorstellen?

Fortsetzung folgt.

 

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Unser Rückflug nach München steht fest | Weite Welt Reise

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.