Myanmar: Unterwegs mit der Eisenbahn

Dieses schöne Schild hängt über dem Bahnhof von Kalaw. Es zeigt ganz gut den allgemeinen Zustand der "Myanmar Railways"

Dieses schöne Schild hängt über dem Bahnhof von Kalaw. Es zeigt ganz gut den allgemeinen Zustand der „Myanmar Railways“.

 

Am Anfang steht der Kartenkauf. Dieser stellt nach der Vorlage des Reisepasses kein Problem dar, sofern man im Besitz erstklassig gebügelter und nahezu druckfrischer Dollarnoten ist. Die Zeichen am Ticketschalter verwirren nur. Als Blassnase einfach irgendwo anstellen und dann an den richtigen Schalter verweisen lassen. Mit Englisch kommt man hier erstaunlich gut weiter.

Am Anfang steht der Kartenkauf. Dieser stellt nach der Vorlage des Reisepasses kein Problem dar, sofern man im Besitz erstklassig gebügelter und nahezu druckfrischer Dollarnoten ist. Die Zeichen am Ticketschalter verwirren nur. Als Blassnase einfach irgendwo anstellen und dann an den richtigen Schalter verweisen lassen. Mit Englisch kommt man hier erstaunlich gut weiter.

 

Mandalay: Die Bahnhöfe dienen vielen Menschen als Lebenraum. Nachts legen sich die Obdachlosen in und unter die Züge. Viele leben auf den Bahnsteigen, da dort Schutz vor Sonne und Regen gewährleistet ist. Die Armut zeigt sich hier, wie in vielen Städten der Erde sehr stark und gerade durch diejenigen, die sich die Reisen leisten können besonders kontrastreich.

Mandalay: Die Bahnhöfe dienen vielen Menschen als Lebenraum. Nachts legen sich die Obdachlosen in und unter die Züge, viele leben auf den Bahnsteigen. Die Armut zeigt sich in Bahnhofsnähe, wie in vielen Städten der Erde, besonders deutlich.

 

... air condition auf burmesische Art im "upper class wagon"...

Air Condition auf burmesische Art im „Upper Class Wagon“

 

Ein Bahnhofsstopp zwischen Kalaw und Shwe Nyaung.

Ein Bahnhofsstopp zwischen Kalaw und Shwe Nyaung.

 

Ja, diese Fahrzeuge fahren hier tatsächlich in der Gegend rum. Dieses hier ist der Wagen vom Wartungsdienst für die Signal- und Stellanlage.

Ja, diese Fahrzeuge fahren hier tatsächlich in der Gegend rum. Dieses hier ist der Wagen vom Wartungsdienst für die Signal- und Stellanlage.

 

Noch ein schönes Beispiel. Dies ist ein Diesel-Klein-Schienenbus. Er wird zum Teil im Verband gefahren, um größere Gruppen außerplanmäßig in die Dörfer zu bringen, oder als Einzelwagen als Schulbus oder Familienkutsche benutzt.

Noch ein schönes Beispiel: Dies ist ein Diesel-Klein-Schienenbus. Er wird zum Teil im Verband gefahren, um größere Gruppen außerplanmäßig in die Dörfer zu bringen, oder als Einzelwagen als Schulbus oder Familienkutsche benutzt.

 

Eine ebenso leistungsstarke wie in die Jahre gekommene Diesellok zieht den Zug durch die Berge zwischen Thazi und Kalaw.

Eine ebenso leistungsstarke wie in die Jahre gekommene Diesellok zieht den Zug durch die Berge zwischen Thazi und Kalaw.

 

Auch wenn es nicht so aussieht, aber das sollen die Bremsen sein. Kein Wunder, dass an jedem Bahnhof die Mechanik und die Belaghalter mit einem Vorschlaghammer und einem Kuhfuß bearbeiten werden müssen, um sie wieder zu lösen.

Auch wenn es nicht so aussieht, aber das sollen die Bremsen sein. Kein Wunder, dass an jedem Bahnhof die Mechanik und die Belaghalter mit einem Vorschlaghammer und einem Kuhfuß bearbeiten werden müssen, um sie wieder zu lösen.

 

Gokteik Viaduct: Zwischen Pyin Oo Lwin und Hsipaw befindet sich die einstmals zweithöchste Eisenbahnbrücke der Welt.

Gokteik Viaduct: Zwischen Pyin Oo Lwin und Hsipaw befindet sich die einstmals zweithöchste Eisenbahnbrücke der Welt.

 

Gokteik viaduct: Von hier oben hat man einen tollen Ausblick und man vergisst beinahe, dass der Zug und die Schienen ihre besten Tage schon hinter sich haben. Erst am Ende der Brücke kommen Themen wie Wartung und Instandhaltung wieder problemlos über die Lippen.

Gokteik Viaduct: Von hier oben hat man einen tollen Ausblick und man vergisst beinahe, dass der Zug und die Schienen ihre besten Tage schon hinter sich haben. Erst am Ende der Brücke kommen Themen wie Wartung und Instandhaltung wieder problemlos über die Lippen.

 

Berufe wie aus einer anderen Zeit: Dieser Herr hat nichts weiter zu tun als viermal am Tag die Weiche richtig zu stellen und das Fähnchen zu schwenken. Das macht er zumindest während unserer Passage ganz ausgezeichnet.

Berufe wie aus einer anderen Zeit: Dieser Herr hat nichts weiter zu tun, als viermal am Tag die Weiche richtig zu stellen und das Fähnchen zu schwenken. Das macht er zumindest während unserer Passage ganz ausgezeichnet.

 

Hsipaw: Hier gibt es ihn noch, den ehrenwerten Beruf des Bahnhofsvorstehers. Im verträumten Hsipaw ein netter Mann mit einem sehr entspannten Job.

Hsipaw: Hier gibt es ihn noch, den ehrenwerten Beruf des Bahnhofsvorstehers. Im verträumten Hsipaw ein netter Mann mit einem sehr entspannten Job.

 

Dies ist das Stellwerk für die Signalanlage am Bahnhof von Kalaw. Hier wird alles noch mit Seilzügen und Umlenkrollen betrieben, damit man unabhängig von der unzuverlässigen Spannungsversorgung bleibt. Kilometerlange Drahtseile führen entlang der Schienen. Leider funktionieren nur noch wenige Signale und Schranken, da der Betrieb sehr wartungsintensiv ist und sich eh niemand an die Zeichen/Signale hält. Die Hupe und das Handy haben die Kommunikation auch auf der Schiene verändert.

Dies ist das Stellwerk für die Signalanlage am Bahnhof von Kalaw. Hier wird alles noch mit Seilzügen und Umlenkrollen betrieben, damit man unabhängig von der unzuverlässigen Spannungsversorgung bleibt. Kilometerlange Drahtseile führen entlang der Schienen. Leider funktionieren nur noch wenige Signale und Schranken, da der Betrieb sehr wartungsintensiv ist und sich eh niemand an die Zeichen bzw. Signale hält. Die Hupe und das Handy haben die Kommunikation auch auf der Schiene verändert.

 

Kein Wunder dass der Zug so schaukelt und quietscht. Hier in den Bergen sind die Temperaturschwankungen am stärksten und das geht über die Jahre natürlich auch aufs Material. Gerade wenn der Wartungsplan wahrscheinlich noch von den Erbauern, den Briten erstellt wurde.

Kein Wunder dass der Zug so schaukelt und quietscht. Hier in den Bergen sind die Temperaturschwankungen am stärksten und das geht über die Jahre natürlich auch aufs Material. Gerade wenn der Wartungsplan wahrscheinlich noch von den Erbauern, den Briten, erstellt wurde.

 

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