Wenig Platz für viel Gepäck

Das sind sie also, unsere beiden größten und hoffentlich auch treuen Begleiter während unserer sechsmonatigen Auszeit. Nach längerem Hin und Her, einiger Recherchen im Internet und Probetragen bei diversen Reise- bzw. Sportausstattern vor Ort haben wir uns letztendlich für zwei Rucksäcke entschieden: Kai konnte sich relativ schnell für den Escalde Pack 80 von Jack Wolfskin begeistern, während Stefanies Wahl nach etwas längerem Sichnichtentscheidenkönnens schließlich auf den Hera Travel 70 von Mammut fiel.

Beide Rucksäcke sind ausgewiesene Reiserucksäcke mit entsprechender Ausstattung und gehören mit einem Packvolumen von 80 bzw. 70 Litern zu den etwas größeren Vertretern ihrer Gattung. Außerdem lassen sich beide einfach transportfähig machen, indem man das Tragesystem zum Beispiel während des Flugs durch eine integrierte Abdeckung schnell und ordentlich verstaut. Damit lässt sich das Risiko, am Ende einer holperigen Busfahrt einen auseinander gerissenen Rucksack in Empfang nehmen zu müssen, deutlich minimieren.

Escalade Pack 80 – für starke und anspruchsvolle Männer

Mit seiner umfassenden Ausstattung entspricht der Escalade Pack 80 der eines ordentlichen Trekking-Rucksacks mit einem sehr komfortablen Tragesystem und integriertem Regencover. Die Möglichkeit, das Hauptfach auch frontal öffnen zu können, macht das tägliche Ein- und Auspacken deutlich einfacher. Den 15 Liter umfassenden Daypack kann man problemlos entweder vor dem eigenen Körper oder Huckepack an den Hauptrucksack mittels Schnallen befestigen. Alles in allem sollte der Escalade Pack 80 somit nicht nur ein praktischer Begleiter für Backpacker sein, sondern auch die ein oder andere mehrtägige Trekking-Tour problemlos überstehen. Allerdings bringt der Rucksack mit seinen 80 Liter Volumen und der ganzen Ausstattung bereits einiges an Eigengewicht auf die Waage und eignet sich mit seinen 3.150g (plus 400g Daypack) wohl eher für starke Männer.

Hera Travel 70 – für etwas weniger starke Frauen

Speziell für Frauen ist der Hera Travel 70 konzipiert, was sich in einem etwas schmaleren und kürzeren Tragesystem äußert, einem geringen Eigengewicht von 2.150g (sinnvoll) sowie in einem geblümten Innenfutter (naja). Grob gesagt in der Hera Travel eine gute Kombination aus einer Reisetasche, die frontal beladen werden kann mit seitlichen Griffen, und einem Rucksack, der über ein einigermaßen ordentliches Tragesystem und seitlichen Einschüben für Wasserflaschen oder ähnliches verfügt. Für Tagesausflüge oder Stadtbummel kann man praktischerweise das Deckelfach komplett abnehmen und es stattdessen separat als Umhängetasche verwenden. Leider ist standardmäßig kein Regencover enthalten, das man separat für ein paar Euro zusätzlich bekommt.

Im Laden oder Online – Preise vergleichen lohnt sich

Was die doch recht hohen Anschaffungskosten betrifft: Wir haben beide Rucksäcke weitaus günstiger erhalten, als laut unverbindlicher Preisempfehlung der Hersteller. Den Escalade Pack gab es für 180€ bei Globetrotter im Laden, da es sich um ein Ausstellungsstück handelte. Den Hera Travel gab es für 160€ im Onlineshop von Outdoorworks, da er in den Farben der Vorsaison gehalten ist (also grau statt braun).

Von außen betrachtet wirken die beiden Rucksäcke riesig, wirft man allerdings einen Blick in das Innere, kommen uns doch leise Zweifel, wie wir unser gesamtes Hab und Gut für ein halbes Jahr darin verstauen sollen. Vor allem, da wir in Neuseeland, China und (sofern möglich) Tibet im durchaus kalten Frühling bzw. Winter unterwegs sein werden und sicherheitshalber auch ein paar wärmere Klamotten wie Fleeze-Pullover, Mütze und Thermo-Unterwäsche einpacken werden.

Bikini, Flipflops und Handschuhe im Gepäck

Im Gegensatz zu vielen anderen Sunshine-Only-Backpackern, würden wir auf unserem Trip nur mit Bikini, Handtuch und Flipflops bewaffnet wahrscheinlich nicht weit kommen. Leider ist es auch nicht so, dass wir die warmen Klamotten einfach nach unserem ersten frühlingshaften Aufenthalt in Neuseeland nach Hause schicken können, da sie im winterlichen Dezember in China bestimmt noch einmal zum Einsatz kommen werden.

Ob wir die Sachen tatsächlich alle brauchen werden oder was wir stattdessen hätten lieber mitnehmen sollen, wird sich unterwegs zeigen. Wen es interessiert, was wir im Einzelnen durch die Weltgeschichte buckeln und ob wir rückblickend schlau gepackt haben werden, der kann gerne einen Blick auf unsere Gepäckliste werfen.

Abschließend eine kleine Randbemerkung: Für die kommenden Tage ist für Queenstown Schneefall angesagt, unsere erste Station im Süden Neuseelands…

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. „Escalade Pack 80 – für starke und anspruchsvolle Männer“
    Bin gespannt, ob der Mann stark sein wird – anspruchsvoll in jedem Fall.
    So eine gründliche Vorbereitung klingt nach großem Arbeits- und Zeitinvest. Hoffentlich macht´s Euch noch Spaß… nicht, dass die gute Laune und die Freude schon vor der Abreise dahin sind.

  2. Ich höre schon Hans Moser hier in China ankommen und nörgeln, dass der Rucksack zu klein sei und was er nicht alles in Deutschland hätte lassen können. Ich denke, das gleiche Ergebnis ist auch mit ein paar Aldi-Tüten und einem Einkaufswagen erreichbar. Gute Wahl Stefanie! Eine Tasche zum Shoppen ist ganz wichtig für die Frau von Welt, wir können dir hier auch noch Gucci draufnähen lassen. Weiterhin viel Spaß bei den Vorbereitungen!

    • 😀 So schlimm wirds hoffentlich nicht werden. Wir freuen uns schon Euch in China zu treffen! Und Wehe es gibt da keine Gucci-Schilder zum Aufnähen auf Aldi-Tüten!

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